
Weichteil- und Tumorchirurgie · BOAS · Fremdkörper
BOAS
beim Hund
Wenn Kurzköpfigkeit die Atmung beeinträchtigt
Das brachyzephale obstruktive Atemwegssyndrom (BOAS) betrifft vor allem kurzköpfige Hunderassen wie Französische und Englische Bulldogge, Mops oder Boston Terrier.
Typische Hinweise sind laute Atemgeräusche, Schnarchen auch im Wachzustand, angestrengte Atmung, eingeschränkte Belastbarkeit und eine schlechte Hitzeverträglichkeit. Bei stärker ausgeprägter Atemwegsverengung können Atemnot oder sogar Kollaps auftreten.
Solche Beschwerden sind nicht allein deshalb normal, weil sie bei kurzköpfigen Rassen häufig vorkommen.
Diese Veränderungen führen zu BOAS
Zu den typischen anatomischen Veränderungen gehören zu enge Nasenöffnungen und ein verlängertes bzw. verdicktes Gaumensegel. Auch weitere Veränderungen in Rachen und Kehlkopf können die Atmung beeinträchtigen.
BOAS betrifft nicht nur die Atemwege
Viele betroffene Hunde zeigen zusätzlich gastrointestinale Beschwerden wie Würgen, Regurgitieren oder gastroösophagealen Reflux.
Die bei der erschwerten Einatmung entstehenden negativen Druckverhältnisse im Brustkorb können diese Probleme begünstigen.
Gastrointestinale Symptome sollten deshalb bereits bei der Untersuchung und Operationsvorbereitung berücksichtigt und bei Bedarf gezielt behandelt werden – auch weil Reflux und Regurgitation für Narkose und Aufwachphase von Bedeutung sind.
Wann eine Operation sinnvoll ist
Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt von den Beschwerden und den vorhandenen anatomischen Veränderungen der Atemwege ab.
Dazu werden unter anderem Nasenöffnungen, Atmung und klinische Symptome beurteilt. Für die Beurteilung von Rachen und Kehlkopf ist eine Untersuchung unter Sedation bzw. Narkose erforderlich.
Nach entsprechender Untersuchung können behandlungsbedürftige Engstellen operativ korrigiert werden.
Gerade bei BOAS-Patienten sind ein sorgfältiges Narkose- und Atemwegsmanagement sowie eine engmaschige Überwachung während der Aufwachphase besonders wichtig.
Ist Schnarchen bei einer Französischen Bulldogge oder einem Mops normal?
Häufig bedeutet nicht automatisch normal. Lautes Schnarchen und Atemgeräusche können Zeichen eines brachyzephalen obstruktiven Atemwegssyndroms (BOAS) sein.
Besonders aufmerksam sollte man werden, wenn zusätzlich eine eingeschränkte Belastbarkeit, Probleme bei Wärme, angestrengte Atmung, Würgen, Regurgitieren oder Kollaps auftreten.
Wann sollte ein Hund mit BOAS operiert werden?
Ob eine Operation sinnvoll ist, hängt von den Beschwerden und den vorhandenen anatomischen Veränderungen der Atemwege ab.
Auch gastrointestinale Begleitprobleme wie Reflux und Regurgitation werden in die Beurteilung und Vorbereitung einer möglichen Operation einbezogen.

Wir für dein Tier
Freier atmen, besser leben – BOAS gezielt behandeln.
Schnarchen, laute Atemgeräusche und geringe Belastbarkeit können auf BOAS hinweisen. Wir beurteilen die Atemwege sorgfältig und klären, ob eine operative Korrektur sinnvoll ist. Dabei berücksichtigen wir auch mögliche Begleitprobleme und legen besonderen Wert auf ein sicheres Narkosemanagement.
Atemgeräusche sind nicht einfach eine normale Begleiterscheinung der Kurzköpfigkeit. Wir beraten dich gerne, wie wir deinem Hund das Atmen erleichtern können.
