
Rote Augen · Grauer Star & Co. · Augenheilkunde
Katarakt (Grauer Star)
bei Hund und Katze
Nicht jede Katarakt muss operiert werden
Eine Katarakt (Grauer Star) ist keine normale Alterserscheinung, sondern eine Trübung der Augenlinse, die das Sehvermögen zunehmend beeinträchtigen kann.
Nicht jede Katarakt entwickelt sich gleich. Während manche Formen über viele Jahre nur langsam fortschreiten, können andere innerhalb kurzer Zeit zu einer deutlichen Einschränkung des Sehvermögens führen. Deshalb sind eine sorgfältige Untersuchung und eine individuelle Beurteilung entscheidend.
In der Kleintierpraxis Immenstadt untersuchen wir Hunde und Katzen mit Linsentrübungen sorgfältig und beraten Sie individuell, ob regelmäßige Kontrollen ausreichen oder eine weiterführende Behandlung sinnvoll ist.
Welche Ursachen kann eine Katarakt haben?
Eine Katarakt kann verschiedene Ursachen haben. Zu den häufigsten gehören:
-
altersbedingte (senile) Katarakt
-
erblich bedingte Katarakt
-
diabetische Katarakt
-
Katarakt nach Verletzungen
-
Katarakt infolge einer Uveitis oder anderer Augenerkrankungen
Je nach Ursache unterscheiden sich Verlauf, Prognose und Behandlung.
Welche Symptome können auftreten?
Eine Katarakt entwickelt sich häufig schleichend.
Typische Anzeichen sind:
-
weißliche oder gräuliche Trübung der Linse
-
zunehmende Sehverschlechterung
-
Unsicherheit in ungewohnter Umgebung
-
Anstoßen an Gegenstände
-
eingeschränkte Orientierung, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen
Nicht jede Linsentrübung bedeutet jedoch automatisch eine Katarakt.
Moderne Diagnostik
Für die Beurteilung einer Katarakt stehen uns moderne augenheilkundliche Untersuchungsverfahren zur Verfügung.
Je nach Fragestellung kommen unter anderem zum Einsatz:
-
Spaltlampenuntersuchung
-
Untersuchung des Augenhintergrundes, soweit möglich
-
Ultraschalluntersuchung des Auges, wenn die inneren Augenstrukturen aufgrund einer ausgeprägten Linsentrübung nicht ausreichend beurteilt werden können
Je nach Befund ergänzen wir die Untersuchung durch weitere augenheilkundliche oder internistische Untersuchungen.
Nicht jede graue Linse ist ein Grauer Star
Gerade bei älteren Hunden tritt häufig eine sogenannte Nuklearsklerose auf. Dabei handelt es sich um eine normale altersbedingte Verdichtung der Linse, die das Sehvermögen deutlich weniger beeinträchtigt als eine Katarakt.
Durch eine augenheilkundliche Untersuchung können wir zuverlässig unterscheiden, ob eine harmlose Nuklearsklerose oder eine behandlungsbedürftige Katarakt vorliegt.

Behandlung der Katarakt
Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Ausprägung und Fortschreiten der Linsentrübung.
Die altersbedingte (senile) Katarakt schreitet häufig langsam voran. In vielen Fällen sind regelmäßige augenheilkundliche Kontrollen ausreichend und eine operative Behandlung ist zunächst nicht erforderlich.
Anders verhält es sich bei jungen Tieren mit einer erblichen Katarakt oder bei einer diabetischen Katarakt, die häufig rasch fortschreiten kann.
Gerade beim Hund kann sich ein diabetischer Katarakt innerhalb weniger Tage oder Wochen entwickeln. Dies geschieht häufig auch erst nach Beginn der Insulintherapie und ist keine Nebenwirkung des Insulins, sondern eine Folge der bereits bestehenden Zuckererkrankung. Deshalb empfehlen wir bei diabetischen Hunden regelmäßige augenheilkundliche Kontrollen.
Da wir regelmäßig Hunde und Katzen mit Diabetes mellitus betreuen, achten wir bereits im Rahmen der Diabeteskontrollen auf frühe Veränderungen am Auge und beraten Sie, wenn eine augenheilkundliche Untersuchung sinnvoll ist.
Eine Katarakt kann nicht mit Augentropfen behandelt oder rückgängig gemacht werden. Entsprechende Präparate können eine Linsentrübung weder aufhalten noch beseitigen.
Wenn eine operative Versorgung sinnvoll erscheint, überweisen wir Ihr Tier an eine spezialisierte augenheilkundliche Einrichtung. Selbstverständlich begleiten wir Sie auch im Vorfeld und nach der Operation weiter.
Wann sollte Ihr Tier vorgestellt werden?
Bitte vereinbaren Sie einen Termin, wenn:
-
Ihnen eine Trübung der Linse auffällt,
-
Ihr Tier zunehmend unsicher wirkt,
-
sich das Sehvermögen verschlechtert,
-
bei Ihrem Tier Diabetes mellitus festgestellt wurde.
Eine frühzeitige augenheilkundliche Untersuchung hilft dabei, die Ursache der Linsentrübung zu erkennen und gemeinsam die bestmögliche Behandlung zu planen.

Wir für dein Tier
Katarakt bei Hund und Katze im Allgäu
Nicht jede Katarakt muss operiert werden. Entscheidend sind eine sorgfältige Diagnostik, die richtige Einschätzung des Krankheitsverlaufs und eine individuelle Beratung.
In der Kleintierpraxis Immenstadt begleiten wir Hunde und Katzen mit Katarakt von der ersten Diagnose über regelmäßige Kontrollen bis hin zur Überweisung in eine spezialisierte augenheilkundliche Einrichtung, wenn eine Operation sinnvoll ist.
