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Hund auf Stein im Wasser
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Orthopädische Chirurgie
Kreuzbanderkrankung, TPLO und Patellaluxation

Erkrankungen des Kniegelenkes gehören zu den häufigsten orthopädischen Problemen bei Hunden.

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Besonders häufig sind Erkrankungen des vorderen Kreuzbandes und die Patellaluxation, bei der die Kniescheibe aus ihrer normalen Führung gleitet.


Je nach Erkrankung und Patient kommen unterschiedliche Operationsverfahren infrage. Bei Kreuzbanderkrankungen führen wir sowohl die TPLO als auch die extrakapsuläre Stabilisierung durch. Patellaluxationen werden entsprechend der jeweils zugrunde liegenden anatomischen Veränderungen operativ korrigiert.

Kreuzbandriss beim Hund – häufig eine degenerative Kreuzbanderkrankung
 

Der Begriff „Kreuzbandriss“ lässt zunächst an eine plötzliche Verletzung denken – ähnlich wie beim Menschen nach einem Sportunfall. Beim Hund ist die Situation jedoch häufig eine andere.


Meist liegt eine fortschreitende degenerative Erkrankung des vorderen Kreuzbandes zugrunde. Das Kreuzband verliert zunehmend seine Stabilität und kann zunächst teilweise und schließlich vollständig reißen. Ein erkennbares Unfallereignis muss deshalb überhaupt nicht stattgefunden haben.


Die Erkrankung kann schleichend beginnen. Manche Hunde zeigen zunächst nur nach stärkerer Belastung eine Lahmheit, andere belasten das betroffene Bein plötzlich kaum noch.


Da die zugrunde liegende Veränderung nicht zwangsläufig auf ein Knie beschränkt ist, kann im weiteren Verlauf auch das Kreuzband des anderen Kniegelenkes erkranken.

Wie erkennen wir eine Kreuzbanderkrankung?
 

Am Anfang steht die orthopädische Untersuchung. Dabei beurteilen wir unter anderem die Stabilität des Kniegelenkes, den Bewegungsumfang, mögliche Schmerzen, Gelenkerguss und die Muskulatur.


Typische Stabilitätstests wie das Schubladenphänomen und der Tibiakompressionstest können Hinweise auf eine Schädigung des vorderen Kreuzbandes geben.


Röntgenaufnahmen helfen uns, Veränderungen des Kniegelenkes und bereits vorhandene Arthrose zu beurteilen. Für die Planung einer TPLO werden außerdem exakt positionierte Röntgenaufnahmen benötigt, anhand derer der Eingriff individuell geplant wird.

Kreuzbanderkrankung und Meniskus
 

Durch die Instabilität des Kniegelenkes kann zusätzlich der Meniskus geschädigt werden. Ein Meniskusschaden kann bereits zum Zeitpunkt der Diagnose vorhanden sein oder sich infolge der veränderten Gelenkmechanik entwickeln.


Bei der Operation werden deshalb das Kniegelenk und die Menisken sorgfältig beurteilt. Vorhandene Meniskusschäden können dabei entsprechend behandelt werden.

TPLO – die Biomechanik des Kniegelenkes verändern

 

Die TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomy) ist ein etabliertes Operationsverfahren zur Behandlung der Kreuzbanderkrankung, insbesondere bei mittelgroßen und großen sowie aktiven Hunden.


Zu Beginn der Operation werden das Kniegelenk und die Menisken sorgfältig beurteilt. Anschließend wird der obere Anteil des Schienbeins entsprechend der zuvor durchgeführten Planung durchtrennt und das Tibiaplateau in einem genau berechneten Winkel gedreht. In seiner neuen Position wird der Knochen mit einer speziellen Platte und Schrauben stabilisiert.


Dadurch wird die Biomechanik des Kniegelenkes so verändert, dass das Knie während der Belastung wieder stabil funktionieren kann. Der durch die Kreuzbanderkrankung entstandene abnorme Bewegungsablauf wird weitgehend aufgehoben.


Viele Hunde beginnen bereits erstaunlich schnell nach der Operation, das operierte Bein wieder zu belasten. Bis der operierte Knochen sicher verheilt ist, sind dennoch ein kontrolliertes Bewegungsmanagement und regelmäßige Nachkontrollen wichtig.

Extrakapsuläre Stabilisierung – besonders für kleinere Patienten

 

Nicht für jeden Patienten ist die TPLO das geeignete Verfahren. Bei kleineren Hunden und Katzen setzen wir auch die extrakapsuläre Stabilisierung ein.


Dabei wird das Kniegelenk durch eine außerhalb der Gelenkkapsel angebrachte Stabilisierung unterstützt und die krankhafte Beweglichkeit des Gelenkes begrenzt.


Welches Operationsverfahren für den jeweiligen Patienten geeignet ist, beurteilen wir anhand von Größe und Gewicht, Aktivität, Alter, Anatomie des Kniegelenkes und Art der Kreuzbandschädigung.

Kreuzbandriss bei der Katze

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Bei Katzen kommen Kreuzbandverletzungen deutlich seltener vor als beim Hund. Während beim Hund meist ein degenerativer Prozess zugrunde liegt, entsteht ein Kreuzbandriss bei der Katze häufiger durch eine akute traumatische Verletzung.


Ist das Knie dadurch instabil und eine operative Stabilisierung erforderlich, kommt bei Katzen insbesondere die extrakapsuläre Stabilisierung infrage.

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​​Patellaluxation – wenn die Kniescheibe aus ihrer Führung gleitet

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Bei einer Patellaluxation gleitet die Kniescheibe zeitweise oder dauerhaft aus der für sie vorgesehenen Gleitrinne am Oberschenkelknochen. Besonders häufig tritt dies bei kleinen Hunden auf, grundsätzlich können aber Hunde unterschiedlicher Größe betroffen sein.


Typisch ist eine immer wieder auftretende Lahmheit: Manche Hunde ziehen während des Laufens plötzlich ein Hinterbein für einige Schritte hoch und laufen anschließend wieder völlig normal. Bei stärker ausgeprägten Veränderungen kann dagegen eine dauerhafte Lahmheit oder Fehlhaltung entstehen.


Die Patellaluxation wird in verschiedene Schweregrade eingeteilt. Für die Behandlung sind neben dem Grad der Luxation insbesondere Beschwerden, Alter, Aktivität und die zugrunde liegenden anatomischen Veränderungen von Bedeutung.

​​Wann sollte eine Patellaluxation operiert werden?

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Eine Patellaluxation ohne relevante Beschwerden erfordert nicht zwangsläufig eine Operation. Bei wiederkehrenden oder deutlichen Lahmheiten, Schmerzen oder ausgeprägten anatomischen Veränderungen kann eine operative Korrektur dagegen sinnvoll sein.


Dabei ist die Patellaluxation häufig nicht nur ein Problem der Kniescheibe selbst. Veränderungen der Gleitrinne, des Ansatzes der Patellarsehne oder der Gliedmaßenachse können zur Luxation beitragen.


Die Operation wird deshalb individuell anhand der vorliegenden anatomischen Veränderungen geplant. Je nach Befund können verschiedene Operationstechniken miteinander kombiniert werden, um die Kniescheibe wieder möglichst dauerhaft in ihrer physiologischen Führung zu stabilisieren.

​​Vor und nach der Operation – den gesamten Bewegungsapparat im Blick

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Eine orthopädische Operation ist ein wichtiger Baustein der Behandlung. Für eine möglichst gute Funktion des Bewegungsapparates betrachten wir jedoch nicht nur das operierte Gelenk, sondern den Patienten als Ganzes – vor und nach dem Eingriff.


In der ersten Zeit nach einer Operation sind zunächst konsequente Schonung und ein kontrolliertes, an die Heilungsphase angepasstes Bewegungsmanagement wichtig. Im weiteren Verlauf wird die Belastung schrittweise gesteigert. Gezielter Muskelaufbau und Physiotherapie können dabei helfen, Beweglichkeit, Koordination und Muskulatur wieder aufzubauen und Fehlbelastungen zu vermeiden.


Auch das Körpergewicht spielt bei orthopädischen Erkrankungen eine wichtige Rolle. Ein möglichst ideales Körpergewicht reduziert die mechanische Belastung der Gelenke und ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der langfristigen Behandlung.


Eine individuell angepasste Schmerztherapie begleitet den Patienten je nach Erkrankung und Heilungsverlauf. Ergänzend können ausgewählte Nutrizeutika, beispielsweise Omega-3-Fettsäuren, zur Unterstützung eingesetzt werden.


So begleiten wir unsere Patienten über die eigentliche Operation hinaus und behalten die langfristige Funktion des gesamten Bewegungsapparates im Blick.

FAQ: Kreuzbandriss, TPLO und Patellaluxa

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Humpeln, wiederkehrende Lahmheiten oder Probleme beim Aufstehen können auf Erkrankungen des Bewegungsapparates hinweisen. Mit einer gründlichen orthopädischen Untersuchung und gezielter Diagnostik finden wir heraus, welche Behandlung deinem Hund oder deiner Katze hilft. Bei Erkrankungen wie Kreuzbandrissen oder Patellaluxationen bieten wir individuell geplante Operationsverfahren wie die TPLO und die extrakapsuläre Stabilisierung an.

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Auch nach einer Operation begleiten wir dein Tier mit einer abgestimmten Schmerztherapie, regelmäßigen Kontrollen und einem kontrollierten Wiederaufbau der Belastbarkeit. Wir beraten dich gerne über die geeigneten Behandlungsmöglichkeiten, damit dein Tier möglichst bald wieder Freude an Bewegung hat.

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