
Weichteil- und Tumorchirurgie · BOAS · Fremdkörper
Weichteilchirurgie
bei Hund, Katze und Heimtier
Die Weichteilchirurgie umfasst ein breites Spektrum unterschiedlicher Operationen
Die Weichteilchirurgie umfasst ein breites Spektrum unterschiedlicher Operationen – von geplanten Eingriffen bis zur akuten Versorgung eines chirurgischen Notfalls. Dazu gehören Operationen an Haut und Unterhaut, Bauchorganen, Harn- und Geschlechtsorganen sowie Eingriffe an den oberen Atemwegen.
Welche Diagnostik vor einer Operation erforderlich ist und wie ein Eingriff geplant wird, richtet sich nach der Erkrankung und dem individuellen Patienten. Dabei greifen Diagnostik, Chirurgie, Anästhesie, Schmerztherapie und postoperative Betreuung eng ineinander.
Tumorchirurgie
Bei Umfangsvermehrungen beginnt die chirurgische Planung bereits vor der eigentlichen Operation. Abhängig vom Befund können beispielsweise Zytologie oder Biopsie, Ultraschall, Röntgen oder weiterführende Bildgebung erforderlich sein.
Bei malignen Tumoren können ausreichend bemessene chirurgische Resektionsränder entscheidend für die weitere Prognose sein. Entnommenes Gewebe kann anschließend zur histopathologischen Untersuchung eingesandt werden
Magen-Darm-Chirurgie und Fremdkörper
Verschluckte Fremdkörper können im Magen verbleiben oder zu einem Darmverschluss führen. Typische Anzeichen sind wiederholtes Erbrechen, Futterverweigerung, Bauchschmerzen und eine zunehmende Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes.
Mit Ultraschall und Röntgen lässt sich abklären, ob ein Fremdkörper vorliegt und wo er sich befindet. Kann er nicht auf natürlichem Weg ausgeschieden oder anderweitig entfernt werden, kann eine Operation notwendig werden.
Chirurgie der Harnwege
Zu den häufigeren chirurgischen Erkrankungen der Harnwege gehören Blasensteine, die operativ aus der Harnblase entfernt werden können.
Auch Erkrankungen und Verlegungen der Harnröhre können chirurgische Maßnahmen erforderlich machen. Insbesondere der Harnröhrenverschluss beim Kater ist ein akuter Notfall, bei dem zunächst die Wiederherstellung des Harnabflusses und die Stabilisierung des Patienten im Vordergrund stehen.
HNO-Chirurgie und BOAS
Zu den weichteilchirurgischen Eingriffen gehören auch Operationen im Bereich der oberen Atemwege. Eine besondere Rolle spielt das brachyzephale obstruktive Atemwegssyndrom (BOAS) bei kurzköpfigen Hunderassen.
Behandlungsbedürftige Engstellen der Atemwege können nach entsprechender Untersuchung operativ korrigiert werden.
Chirurgie der Fortpflanzungsorgane
Neben Kastrationen können Erkrankungen der weiblichen und männlichen Fortpflanzungsorgane chirurgisch behandelt werden.
Dazu gehören beispielsweise die Pyometra (Gebärmuttervereiterung), Veränderungen von Eierstöcken und Gebärmutter sowie Erkrankungen der Hoden.
Auch Kryptorchismus, bei dem ein oder beide Hoden nicht regulär in den Hodensack abgestiegen sind, gehört zu den chirurgisch behandelten Erkrankungen.
Milzchirurgie
Veränderungen der Milz können unterschiedliche Ursachen haben. Neben Tumoren kommen beispielsweise knotige Veränderungen oder Hämatome infrage.
Größere Veränderungen können unbemerkt bleiben und in manchen Fällen plötzlich in den Bauchraum bluten. Ultraschall und Laboruntersuchungen spielen deshalb bei der Abklärung eine wichtige Rolle.
Ist eine Entfernung der Milz erforderlich, wird eine Splenektomie durchgeführt. Das entfernte Gewebe kann anschließend histopathologisch untersucht werden.
Leberbiopsien
Bei bestimmten Lebererkrankungen reichen Blutuntersuchungen und Ultraschall allein nicht aus, um die Ursache sicher zu bestimmen. Eine Leberbiopsie ermöglicht die Untersuchung von Lebergewebe und kann für die weitere Diagnose und Therapie entscheidend sein.
Da Erkrankungen der Leber mit Veränderungen der Blutgerinnung einhergehen können, gehört eine entsprechende Beurteilung zur Vorbereitung. Die dafür erforderliche Gerinnungsdiagnostik kann direkt im praxiseigenen Labor durchgeführt werden.
Weitere Bauch- und Weichteilchirurgie
Zum Spektrum gehören darüber hinaus weitere Operationen an Organen der Bauchhöhle sowie die chirurgische Behandlung von Leistenhernien, Perinealhernien und Zwerchfellrupturen.
Gerade bei einer Zwerchfellruptur, beispielsweise nach einem Unfall, können Diagnostik, Stabilisierung des Patienten und die anschließende chirurgische Versorgung eng ineinandergreifen.
Weichteilchirurgie bei Kaninchen und anderen Heimtieren
Auch Kaninchen, Meerschweinchen, Degus, Chinchillas, Ratten, Mäuse und Frettchen benötigen bei verschiedenen Erkrankungen eine chirurgische Behandlung.
Dazu gehören beispielsweise Kastrationen, die Entfernung von Umfangsvermehrungen und Abszessen sowie ausgewählte Operationen an Bauchhöhle, Harn- und Fortpflanzungsorganen.
Gerade bei kleinen Heimtieren sind ein an die Tierart angepasstes Narkosemanagement, konsequente Wärmeerhaltung, Schmerztherapie und eine sorgfältige perioperative Betreuung von besonderer Bedeutung.

Wir für dein Tier
Chirurgische Kompetenz für eine sichere Behandlung und bestmögliche Heilung.
Von der Tumorentfernung bis zur Notfalloperation behandeln wir ein breites Spektrum chirurgischer Erkrankungen bei Hund, Katze und Heimtier. Eine gezielte Diagnostik, sorgfältige Operationsplanung und individuell abgestimmte Narkose- und Schmerztherapie bilden die Grundlage für jeden Eingriff.
Auch nach der Operation begleiten wir dein Tier mit sorgfältiger Nachsorge. Wir beraten dich gerne zu den geeigneten Behandlungsmöglichkeiten.
